Vertrauen

Liebe ist – ja, was ist Liebe eigentlich? Man hegt für einen Menschen romantische Gefühle, man fühlt sich wohl in seiner Gegenwart und man möchte nie mehr ohne ihn sein. So ähnlich fühlt es sich an, wenn man liebt.

vertrauenEine wichtige Voraussetzung fehlt aber noch in der Aufzählung: Vertrauen. Liebe ohne Vertrauen geht nicht. Wenn das Vertrauen angeschlagen ist, steht auch die Liebe auf wackligen Beinen – es sei denn, man ist dem Partner so stark zugetan, dass man einiges dafür in Kauf nimmt, weiter an der Beziehung festhalten zu können. Dieser Zustand hat allerdings weniger mit Liebe, als mehr mit Abhängigkeit oder sogar Hörigkeit zu tun. In diesem Fall ist Vertrauen auch nicht die Ausschlag gebende Basis für die Beziehung, sondern mehr der Wunsch nach Anerkennung und das Bedürfnis, geliebt zu werden – um jeden Preis. Diesen Preis will man in einer gesunden Beziehung nicht zahlen, was dazu führt, dass ein erster Vertrauensbruch der Beginn einer negativen Entwicklung in der Liebe sein wird. Wiederholt sich diese Situation, ist ein Scheitern vorprogrammiert. Vertrauen gibt es nur im Gesamtpaket. Man kann nicht in einem Punkt nicht vertrauen, aber in allen anderen schon. Vertrauen ist nicht teilbar, man vertraut entweder ganz oder gar nicht. Das ist in der Liebe so und das ist auch bei Freundschaften so. Wenn das Vertrauen in einer Freundschaft missbraucht wurde, ist die Basis für eine weitere enge, innere Beziehung verloren gegangen. Noch schneller als eine Liebesbeziehung wird die Freundschaft dann zerbrechen, wenn man sich nicht mehr vertrauen kann. Gegensätze liegen ja bekanntlich eng zusammen, so wird Freundschaft durch Vertrauensverlust schnell zu Feindschaft und Liebe wird zu Hass. Daran sieht man, wie wichtig es ist, ein vertrauensvolles Verhältnis hoch zu schätzen, zu hegen und zu pflegen.

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