Untreue
Wenn eine Beziehung durch Untreue eines Partners belastet wird, führt es häufig zu einer endgültigen Trennung. Nur wenige Paare schaffen nach einer Klärung der Situation einen unbelasteten Neuanfang.
Das Vertrauen, welches für eine gesunde Beziehung so wichtig ist, wurde durch die Untreue beschädigt und ist schwer wieder herzustellen. Dazu kommen die Verletzungen des betrogenen Partners. Sie sitzen oft so tief, dass der Akt des Verzeihens zur Schwerstarbeit werden kann.
Um aus der Krise als glückliches Paar hervorgehen zu können, gilt es einiges an Aufarbeitung zu erledigen. Dabei spielt sicherlich eine Rolle, wie sich die Untreue geäußert hat. War es ein einmaliger Seitensprung oder eine Affäre, die eine „ganze Weile“ als Zweitbeziehung parallel geführt wurde. Welcher Grund lag vor? Was war der Auslöser? Ist die Beziehung schon vorher nicht mehr intakt gewesen, oder war es lediglich Abenteuerlust, welche einen sonst treuen Partner leichtsinnig werden ließ?
Wenn ein Paar gut miteinander kommunizieren kann, bestehen gute Chancen, einen endgültigen Bruch durch Untreue zu vermeiden. Die Betroffenen sollten immer wieder miteinander reden, denn nur so findet man das Verständnis füreinander wieder. Natürlich wird dabei auch so manches böses Wort fallen. Vorwürfe und Eifersuchtsszenen sind sicherlich die Themen der ersten Aussprache. Die Qualität einer Beziehung kann man daran erkennen, wie es nach diesen ersten reinigenden Streitgesprächen weitergeht. Wenn beide bemüht sind, wieder einen gemeinsamen Weg zu finden, der von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist, klappt es auch in den meisten Fällen. Leider gelingt das aber auch oft genug nicht und die Beziehung scheitert.
Es ist für beide Partner eine große Aufgabe, eine Beziehung wieder stabil zu machen, wenn sie durch Untreue erst mal geschädigt wurde. Ein Teil muss verzeihen können und das Vertrauen wieder finden, der andere muss sein Verhalten nachhaltig ändern. Man kann den Betroffenen zwei Dinge wünschen: Gutes Gelingen – und es nie wieder so weit kommen zu lassen.
Weitere Beiträge:

