Paartherapie

Bei einem Kampf gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Ein Unentschieden kommt auch manchmal vor. Kämpft man um eine Beziehung, geht es um ein besonders wertvolles Gut, um das gerangelt wird.

paartherapieSteht aber von vornherein schon fest, dass weder ein Sieg, noch ein Unentschieden dabei herauskommen kann, ist es manchmal besser, auf einen kräftezehrenden Kampf zu verzichten. Woran kann man erkennen, ob sich der Einsatz lohnt? Man selbst ist in einer Konfliktsituation wohl mit zu viel Betriebsblindheit geschlagen, um eine neutrale Meinung darüber abgeben zu können. Man braucht einen Außenstehenden, der in Paarpsychologie geschult ist und der bereit ist, sich voll und ganz auf das Problem einzulassen. Eine Paartherapie beginnt immer mit der Analyse der Partnerschaft. So wird gleich zu Beginn die Frage beantwortet, ob es denn überhaupt noch einen Sinn macht, sich mit der Beziehung auseinanderzusetzen, mit dem Ziel, sie zu erhalten. In dieser ersten Phase der Paartherapie wird jeder der Partner einzeln aufgefordert, eine Einschätzung des Erfolgs der Therapie abzugeben und, was noch wichtiger ist, seine Bereitschaft zu äußern, am Partner festhalten zu wollen. Nur, wenn beide es wollen, hat es einen Sinn, weiterzumachen. Sollte einer der beiden für sich bereits den Entschluss gefasst haben, die Beziehung zu verlassen, ist eine Paartherapie der falsche Ansatz. Sie kommt schlichtweg zu spät und es wäre besser für die einzelnen Beteiligten, eine therapeutische Begleitung auf dem Weg aus der Beziehung zu suchen. Wenn aber beide Partner den Willen haben, etwas dafür zu tun, dass es zukünftig besser klappt, ist eine Therapie ein sinnvolles Mittel, die Beziehung wieder ins Lot zu bringen. Hilfe findet man bei Psychologen, Therapeuten, oder bei den Beratungsstellen diverser Sozialverbände.